Behringer-Hof

Kutscherunfall bei Trainings-Ausfahrt

Wenn dir das Leben einen Grund zum Weinen gibt, dann zeig ihm, dass du tausend Gründe kennst, dich zu freuen!

Liebe Freunde vom Behringer-Hof

Wie so oft sind wir mit unseren Pferden und dem Trainings-Kutschwagen unterwegs. Weil wir, wie viele anderen auch, Corona-Ausfälle haben, müssen wir zum Wohl der Tiere dennoch regelmäßig anspannen.

Die Schwarzwälder “Wastel und Mories” sind erfahrene Kutschpferde.

Trotzdem bleiben Pferde Fluchttiere.

Trotz großer Vertrautheit zum Mensch und Tier sind diese Woche Wastel und Mories im Wald, bei einem steilen Waldwegabhang so erschrocken, dass es kein Halten mehr gab.

Joachim und Enkelin Eva wurden aus der Kutsche heraus katapultiert.
Joachim wurde bei diesem Rauswurf verletzt, musste wegen Kniebruch und weitere Frakturen ins Krankenhaus. Enkelin Eva (12 Jahre) kam mit Prellungen davon. Gott sei Dank.

Sie schaute nach Opa der verletzt am Wegrand lag. Sofort lief sie los um Hilfe zu holen (kein Handyempfang), allerdings musste sie ein großes Stück laufen. Auf der Strecke traf sie das Pferdegespann, unerschrocken schaut sie was zu tun gilt, sie hat die Pferde von den Innen-Strängen befreit, so dass das noch liegende Pferd aufstehen konnte. Dann lief sie weiter, denn weit und breit war niemand im Wald. Bis Sie einen Radfahrer traf, der dann Hilfe alarmierte. Eva hat der Polizei und dem Notarzt den Weg genau beschrieben und sie so zum Unfallort geführt.

Eva war in diesem Moment ein Schutzengel für Opa Joachim.

Die ganze Familie war gleich zur Stelle, alle haben geholfen. Zum Glück hatte Olaf ein gutes Messer dabei und konnte so die Pferde befreien, die sich im Draht, der die Bäume schützt, verwickelt hatten.

Zuhause angekommen war auch schon die Tierärztin da. Sie kam eigentlich wegen den Ponys (Impfung) – so ein Glück. So wurden die Pferde gleich mit den medizinischen Notwendigkeit versorgt. Wastel & Mories geht es bis auf die groben Schürfwunden vom Draht soweit gut.

Wir sind sehr dankbar für das Zusammenspiel der Ersthelfer,
Notarzt, Krankenwagen, Polizei. Ein großes Dankeschön für ihren tollen Einsatz und ihre Fürsorge.

Ich muss weinen, und doch können wir Freude haben es hätte noch viel schlimmer kommen können. Joachims Verletzungen werden Zeit brauchen, aber ich weis, er wird wieder gesund.

Ich muss weinen, wegen “Corona” darf ich Joachim im Krankenhaus nicht besuchen. 

Freude, denn ich weiß, er ist in guten Händen und wir sind mit ihm.

Freude, weil ich das Glück habe, eine Familie zu haben, die hinter uns steht und mir viel Arbeit abnimmt, die ich nicht mehr alleine machen kann.

Freude, wir machen weiter, denn unsere Pferde und Kutscher sind gut und ich weiß, ihr habt Vertrauen in unsere Arbeit.

Danken euch von Herzen
Euer Behringer-Hof-Team

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